Was sind Incoterms und welche werden in der maritimen Versorgung verwendet? Wir erklären die Lieferbedingungen FOB, CIF, DAP, DDP sowie den Risiko- und Kostenübergang für die Schiffsversorgung.
E-ShipSupply
Yazar
Bei einer Schiffsbedarfsbestellung gibt es eine ebenso wichtige Frage wie der Preis: Wo, von wem und mit welchem Risiko wird das Material geliefert? Die Standardantwort auf diese Frage geben die Incoterms. Die von der Internationalen Handelskammer (ICC) veröffentlichten Incoterms legen die Verantwortlichkeiten für Lieferung, Risiko und Kosten zwischen Käufer und Verkäufer in klaren Regeln fest. In diesem Leitfaden erklären wir die in der Schiffsbedarfsversorgung am häufigsten verwendeten Incoterms-Begriffe.
Incoterms (International Commercial Terms) sind Standardregeln, die Lieferformen im internationalen Handel definieren. Jeder Begriff legt fest, wo die Ware geliefert wird, wer die Transport- und Versicherungskosten trägt und an welchem Punkt das Risiko auf den Käufer übergeht. Die aktuelle Version sind die Incoterms 2020. In der Schiffsbedarfsversorgung werden diese Begriffe zusammen mit dem Lieferhafen verwendet (z. B. "FOB Istanbul").
Eine missverstandene Lieferform kann zu unerwarteten Fracht-, Versicherungs- oder Zollkosten führen und sogar dazu, dass die Ware im Hafen liegen bleibt. Da die Lieferung in der Schiffsbedarfsversorgung in der Regel zu einem Hafen erfolgt, müssen Incoterm + Lieferhafen gemeinsam klar festgelegt werden. Die eindeutige Angabe dieser beiden Informationen bereits in der Angebotsphase verhindert spätere Unstimmigkeiten.
In den Anzeigen von E-ShipSupply können Lieferanten die Lieferform (Incoterms), den Lieferhafen und die Lieferzeit als strukturierte Felder angeben. So sieht der Käufer beim Betrachten einer Produktanzeige neben dem Preis auch die Lieferbedingungen klar und kann das gesuchte Produkt mit dem IMPA-Code zu den richtigen Lieferbedingungen beschaffen.
Bei FOB lädt der Verkäufer die Ware an Bord des Schiffes, und das Risiko geht dort auf den Käufer über; Transport und Versicherung liegen beim Käufer. Bei CIF hingegen übernimmt der Verkäufer auch den Transport (Fracht) und die Versicherung, aber das Risiko geht dennoch bei der Verladung auf den Käufer über.
Die gebräuchlichsten sind FOB, CIF, DAP und DDP; die Wahl erfolgt je nach Risikoverteilung zwischen den Parteien und dem Lieferhafen.
Weil der Begriff allein den Lieferort nicht vollständig bestimmt; durch das Hinzufügen des Hafens, wie in "FOB Istanbul", wird der Punkt, an dem Risiko und Kosten übergehen, eindeutig festgelegt.
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